Fibromyalgie im Sommer - so nutzt du die warme Jahreszeit für dich

 

Freust du dich in diesen Tagen auch so sehr über Sonnenschein und angenehme Temperaturen? Die dunklen Wintermonate liegen endlich hinter uns – und viele Menschen mit Fibromyalgie spüren nun wieder etwas mehr Energie, vielleicht auch schon weniger Schmerzen.

Wärme, Sonnenlicht und mehr Zeit in der Natur wirken sich bei vielen meiner Patientinnen und Patienten positiv auf Stimmung und Beweglichkeit aus. Ich schätze, dass es etwa 90% der Fibromyalgie-Betroffenen im Sommer besser geht. 

Etwa 10% hingegen fühlen sich in der kühleren Jahreszeit wohler.

Meine Erfahrung ist: Wenn du die positiven Seiten des Sommers bewusst nutzt und gleichzeitig auf deinen Körper achtest, um dich nicht zu überfordern, kannst du dir im Sommer viel Gutes tun!

Kleine Anregung: Dein Fahrplan für einen gelungenen Sommertag

Morgens – sanfter Start

  • Kurz einchecken: „Wie ist mein Energielevel heute (niedrig/mittel/gut)?“
  • Tagesplanung an dein aktuelles Level anpassen (soweit möglich)
  • Direkt ein paar Minuten Tageslicht (Fenster, Balkon, kurzer Gang vor die Tür) sorgen für mehr Wachheit und Klarheit

Tagsüber – Bewegung dosieren

  • Bewegung wie Radfahren oder Spaziergänge möglichst in die kühleren Zeiten legen (Morgen/Abend) - zu viel Sonne und Hitze können Fatigue verstärken
  • Falls du die Möglichkeit hast: Bewegung im Wasser ist bei Fibromyalgie besonders empfehlenswert.
  • Bei Ausflügen/Urlaub: nicht jeden Tag „Programm“, sondern bewusst Ruhetage einplanen. Ja, der Sommer bietet viele Möglichkeiten, doch du musst sie nicht alle nutzen.

Abends – runterfahren trotz langer Helligkeit

  • Nicht „nur noch schnell“ alles erledigen, weil es ja noch hell ist.
  • Eine kleine Abendroutine (z. B. Dehnen, lauwarme Dusche, Atemübung) hilft, den Tag abzuschließen – auch im Sommer. 
  • Sorge für ein gut abgedunkeltes und möglichst kühles Schlafzimmer.

Aktiv sein ohne Überforderung - so klappt es besser

Sommer heißt oft: mehr Einladungen, Feste, Urlaube. Schön – aber nicht immer fibromyalgiefreundlich.

Das kann helfen:

  • Pro Tag nur eine größere Aktivität einplanen
  • Von Anfang an sagen:

    „Ich komme gerne, bleibe aber vielleicht nicht bis zum Schluss.“

  • Im Urlaub bewusst Zeiten einbauen, in denen nichts geplant ist

Wichtig:
Du musst den Sommer nicht „maximal nutzen“. Du darfst ihn an deine Erkrankung anpassen


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