Warum ich Patienten mit Fibromyalgie nicht „einstelle“


„Ich habe lange auf diesen Termin gewartet – ich soll bei Ihnen endlich richtig eingestellt werden!“
Diesen Satz höre ich in meiner Praxis oft.
Gemeint ist fast immer: die richtige Medikamentenkombination finden. Dosierungen anpassen. So lange verändern, bis die Beschwerden endlich „im Griff“ sind. Und ich verstehe diesen Wunsch sehr gut.

Wer seit Jahren mit Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und vegetativen Symptomen lebt, wünscht sich nichts mehr als eine klare medizinische Lösung.

Ich bin kein Gegner von Medikamenten.
Sie können stabilisieren. Sie können unterstützen. Sie können überbrücken.
Aber: Fibromyalgie lässt sich nicht „einstellen“.
Wir haben es hier nicht mit einem isolierten Messwert zu tun, sondern mit einer komplexen Dysregulation von Schmerzverarbeitung, Stresssystem, Schlaf und vegetativem Nervensystem.
Wenn wir nur an der Medikation drehen, bleibt das zugrunde liegende Regulationsproblem bestehen.

Deshalb arbeite ich anders.
Ich setze auf:
• Aufklärung über die Erkrankung
• Verständnis für zentrale Sensitivierung
• Gezielte Lebensstilveränderungen, vor allem im Bereich der Ernährung
• Körperliche Aktivierung - aber mit Geduld
• Erlernen von Techniken zur Vagusaktivierung
• Psychotherapeutische Unterstützung, wenn sie nötig ist

Das ist anstrengender als eine Medikamenteneinstellung. Es erfordert Zeit und Input durch mich, aber vor allem erfordert es von meinen Patient:innen viel aktive Mitarbeit und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen (und auch mit Rückschlägen umgehen zu können).

Aber die Wirkung ist nachhaltiger. Ich sehe die positiven Veränderungen, die sich mit der Zeit einstellen. Und deswegen gehe ich diesen Weg gemeinsam mit meinen Patient:innen weiter.

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