Bei Fibromyalgie ist erholsamer Schlaf die große Ausnahme


Wenn Menschen mit Fibromyalgie in meine Gruppensprechstunde kommen, erwarten viele zunächst Informationen über Schmerzen.
Und natürlich spielt Schmerz eine zentrale Rolle bei dieser Erkrankung.
Doch im Gespräch zeigt sich schnell: Ein anderes Symptom belastet viele genauso stark.

Wenn ich frage, wer unter Schlafstörungen leidet, heben meist etwa 90 % der Teilnehmer die Hand.
Viele berichten, dass sie abends völlig erschöpft ins Bett fallen, aber morgens trotzdem das Gefühl haben, gar nicht erholt zu sein. Manche entwickeln sogar eine richtige Angst vor der Nacht: vor dem Wieder-nicht-schlafen-können und dem nächsten Tag, der trotzdem bewältigt werden muss.

Dass Schlaf bei Fibromyalgie häufig gestört ist, zeigen auch zahlreiche Studien. Sie finden bei Betroffenen eine verminderte Schlafqualität und Schlafeffizienz.
Warum ist das so?
Zum einen spielt natürlich Schmerz eine Rolle. Schmerzen führen zu unruhigem Schlaf und häufigem Aufwachen. Gleichzeitig erhöht schlechter Schlaf wiederum die Schmerzempfindlichkeit. Ein ungünstiger Kreislauf.

Zum anderen reagiert das Nervensystem bei Fibromyalgie insgesamt empfindlicher auf Reize – etwa auf Geräusche, Druck, Licht oder Temperatur. Dieses Phänomen wird als zentrale Sensibilisierung bezeichnet. Das Nervensystem bleibt dabei in einem erhöhten Aktivitätszustand – und das auch nachts.

Viele Betroffene berichten zusätzlich über nächtliches Grübeln und Gedankenkarusselle. Gedanken drehen sich im Kreis, der Körper bleibt innerlich aktiviert. Und genau diese vegetative Aktivierung kann das Einschlafen oder Durchschlafen weiter erschweren. Untersuchungen des vegetativen Nervensystems zeigen tatsächlich Hinweise auf diese dauerhafte Aktivierung.
Das könnte erklären, warum viele Betroffene morgens erschöpft aufwachen, selbst wenn sie scheinbar genug geschlafen haben.

Was vielen Betroffenen hilft, ist deshalb ein Blick über die reine Schmerzbehandlung hinaus.
Gerade Schlaf, Nervensystem, Stressregulation und Tagesrhythmus hängen eng miteinander zusammen. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass kleine Veränderungen in diesen Bereichen einen großen Unterschied machen können.

Gerade deshalb ist das Thema Schlaf bei Fibromyalgie ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit – in meiner FibroCoach-Community und in meinen Webinaren.
Dort geht es darum, besser zu verstehen, warum Schlaf bei Fibromyalgie so häufig gestört ist – und welche Strategien helfen können, das vegetative Nervensystem wieder in den Ruhemodus zu bringen.
Denn besserer Schlaf bedeutet nicht nur mehr Energie am nächsten Tag, sondern oft auch weniger Schmerzempfindlichkeit und mehr Belastbarkeit.

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