Was Fibromyalgie mit deinem vegetativen Nervensystem zu tun hat

 


Fibromyalgie ist mehr als nur eine Schmerzkrankheit. Klar, die Schmerzen sind da – aber viele Betroffene empfinden andere Beschwerden als noch belastender: Müdigkeit, schnelle Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen, Schwindel, vermehrtes Schwitzen, Frieren oder auch Ängste und depressive Verstimmungen.


Dieses scheinbar „bunte Durcheinander“ wirkt verwirrend. Doch tatsächlich hängt vieles davon zusammen – über dein vegetatives Nervensystem.

Deine innere Steuerzentrale

Dein vegetatives Nervensystem regelt automatisch wichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atmung, Verdauung, Schlaf und Regeneration. Es sorgt dafür, dass du leistungsfähig bist, wenn es nötig ist – und danach wieder entspannen kannst.

Dabei arbeiten zwei gegensätzliche Anteile zusammen:

  • der Sympathikus – dein inneres „Gaspedal“

  • der Parasympathikus – deine innere „Bremse“

Idealerweise sind beide im Gleichgewicht. Doch bei Dauerstress bleibt oft das Gaspedal gedrückt – und die Bremse reagiert immer schlechter. Studien zeigen, dass bei Fibromyalgie häufig genau diese vegetative Balance gestört ist. Das lässt sich sogar messen, zum Beispiel über die Herzratenvariabilität (HRV).

Wenn du dir deine typischen Beschwerden anschaust, wirst du merken: Viele davon stehen in engem Zusammenhang mit diesem Regulationssystem.

Wie du dein Nervensystem wieder ins Gleichgewicht bringst

Die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas tun. Zwei zentrale Hebel sind Bewegung und Entspannung – am besten kombiniert.

Bewegung bedeutet dabei nicht Höchstleistung. Besonders wirksam ist leichtes Ausdauertraining wie Walken, Schwimmen oder Radfahren. Regelmäßig und in einem Tempo, das dir guttut.

Entspannung hilft dir, gezielt deine „innere Bremse“ zu aktivieren. Atemübungen sind dafür besonders gut geeignet, weil du sie leicht lernen und auch im Alltag einsetzen kannst. Auch Yoga, Tai Chi oder Qi Gong zeigen positive Effekte auf das vegetative Nervensystem.

Wichtig ist: Du musst dich mit der Methode wohlfühlen. Nur dann bleibst du dran. Und nur durch Regelmäßigkeit entsteht echte Veränderung.

Fibromyalgie betrifft also nicht nur deine Muskeln oder deine Schmerzverarbeitung – sondern dein gesamtes Regulationssystem. Und das kannst du ganz gezielt unterstützen und stärken. 

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