Ängste und Sorgen bei Fibromyalgie

 


Ängste, Sorgen und Befürchtungen gehören zum Menschsein dazu. Viele Menschen mit chronischen Schmerzen berichten jedoch, dass diese Gedanken mit der Zeit überhandnehmen. Typische Fragen sind zum Beispiel:
Was, wenn die Erkrankung immer schlimmer wird? Werde ich irgendwann meinen Alltag nicht mehr bewältigen können? Wie sieht meine berufliche oder finanzielle Zukunft aus? Und was, wenn doch etwas Ernstes übersehen wurde?

Solche Gedanken können schnell in einen Teufelskreis führen: Schmerzen verstärken die Angst, Angst wiederum lenkt die Aufmerksamkeit noch stärker auf den Körper. Das kann zu vermehrter Anspannung, innerer Unruhe und letztlich zu noch mehr Schmerzen führen.

Wissen schafft Sicherheit

So banal es klingt: Ein wichtiger erster Schritt ist, dich gut über deine Erkrankung zu informieren. Du solltest wissen, welche Diagnose oder Diagnosen bei dir gestellt wurden und was das konkret bedeutet. Wenn dir etwas unklar ist oder du widersprüchliche Informationen bekommen hast, frage nach.

Je besser du deine Erkrankung verstehst, desto leichter fällt es, Symptome einzuordnen. Das nimmt oft schon einen Teil der Angst. Wichtig zu wissen: Fibromyalgie verläuft in der Regel nicht stetig fortschreitend, sondern eher wellenförmig – mit besseren und schlechteren Phasen.

Gedanken sortieren – zum Beispiel im Tagebuch

Viele meiner Patientinnen und Patienten profitieren davon, ihre Gedanken und Erfahrungen aufzuschreiben. Das kann in einem Notizbuch oder digital sein. Dabei geht es nicht nur um Schmerzen, sondern auch um Gefühle, Erlebnisse und kleine Fortschritte. Schreiben schafft Abstand und hilft, Dinge klarer zu sehen. Beim späteren Nachlesen wird oft deutlich, dass schon schwierige Zeiten gemeistert wurden – und dass nicht alle Befürchtungen eingetreten sind.

Wenn Sorgen den Alltag bestimmen

Sollten Ängste und Grübeln jedoch dauerhaft präsent sein, ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu holen. Psychologische oder psychotherapeutische Begleitung kann helfen, belastende Gedankenmuster zu durchbrechen. Dein Hausarzt kann dabei ein guter erster Ansprechpartner sein.

👉 Im FibroCoach-Programm findest du zusätzlich verlässliche Informationen, praktische Impulse und Austausch mit anderen Menschen mit Fibromyalgie – Schritt für Schritt, in deinem Tempo und alltagstauglich begleitet.







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