Viele Symptome. Kein Zufall. Zusammenhänge bei Fibromyalgie erkennen
Schmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung. Reizdarmbeschwerden. Eine hohe Sensibilität gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen.
Viele Menschen mit Fibromyalgie erleben diese Symptome als scheinbar unzusammenhängend. Genau das macht die Erkrankung so verunsichernd: Es fühlt sich an, als würde der Körper an ganz verschiedenen Stellen gleichzeitig „Probleme machen“ – ohne erkennbaren Zusammenhang.
Hinzu kommt, dass im medizinischen Alltag oft wenig Zeit bleibt, diese Vielfalt wirklich zusammenzuführen. Symptome werden einzeln betrachtet, untersucht und behandelt. Doch der eigentliche Schlüssel liegt häufig im Zusammenspiel der Systeme.
Fibromyalgie – mehr als eine Sammlung einzelner Beschwerden
Aus meiner Sicht ist Fibromyalgie weniger eine Aneinanderreihung isolierter Symptome, sondern vor allem eine Störung der Regulation. Besonders betroffen ist dabei das vegetative Nervensystem – also jener Teil des Nervensystems, der unbewusst Abläufe wie Schlaf, Verdauung, Herzfrequenz, Stressreaktionen und Erholung steuert.
Ist dieses System dauerhaft überlastet oder aus dem Gleichgewicht geraten, reagiert der Körper sensibler:
Reize werden intensiver wahrgenommen
Schmerzen schneller ausgelöst
Erschöpfung tritt früher ein
Verdauung und Schlaf geraten aus dem Takt
Wichtig ist dabei: Das Nervensystem arbeitet nicht isoliert.
Wenn Systeme miteinander sprechen
Das vegetative Nervensystem steht in engem Austausch mit anderen Körpersystemen, zum Beispiel:
dem Darm und dem Mikrobiom
dem Hormonhaushalt
dem Immunsystem
Diese Systeme beeinflussen sich gegenseitig – positiv wie negativ. Deshalb können sich bei Fibromyalgie so unterschiedliche Symptome zeigen, die dennoch miteinander verbunden sind.
Hinzu kommen zahlreiche Einflussfaktoren, die auf diese Regulationssysteme wirken:
chronischer oder anhaltender Stress
belastende Lebensereignisse
Ernährung und Essverhalten
Schlafmangel
Begleiterkrankungen
hormonelle Veränderungen
All das erklärt, warum einfache Erklärungen oder einzelne Therapien oft nicht ausreichen.
Das große Ganze sehen – und dennoch individuell bleiben
Bei Fibromyalgie ist es entscheidend, das große Ganze im Blick zu behalten – und gleichzeitig sehr individuell hinzuschauen:
Was belastet dieses System?
Was stabilisiert es?
Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten. Kein Arzt und keine Therapeutin kann für eine betroffene Person vollständig festlegen, was genau belastend oder stabilisierend wirkt.
Denn so wertvoll fachliche Begleitung auch ist: Jede betroffene Person ist die einzige, die das eigene System von innen erlebt.
Genau deshalb ist Verstehen so wichtig.
Warum Verständnis der erste Schritt zur Veränderung ist
Wer die Hintergründe der Erkrankung kennt und Zusammenhänge besser einordnen kann,
fühlt sich weniger ausgeliefert
erkennt Muster früher
kann bewusster reagieren
und gezielter Veränderungen im Alltag umsetzen
Dabei geht es vor allem um Orientierung und Selbstwirksamkeit.
Mein Ansatz: Wissen, Orientierung und gemeinsames Lernen
Genau darauf ist meine Arbeit ausgerichtet. In der FibroCoach-Community begleite ich Menschen mit Fibromyalgie in einem Gruppenformat, das auf Information, Aufklärung und praxisnahen Ansätzen basiert.
Das Ziel ist nicht ein starres Therapiekonzept, sondern Unterstützung dabei,
das eigene Krankheitsbild besser zu verstehen
Zusammenhänge zu erkennen
und einen individuell passenden Umgang mit der Fibromyalgie zu entwickeln
Ich freue mich sehr, dass immer mehr Menschen diesen Weg mitgehen. Die Community wächst stetig, und ich erhalte zunehmend Rückmeldungen von Teilnehmenden, die berichten, wie hilfreich es ist, die eigene Fibromyalgie besser einordnen zu können und dadurch mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
Wenn du besser mit Fibromyalgie leben möchtest
Wenn du dich intensiver mit Fibromyalgie beschäftigen möchtest:
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Ich freue mich, wenn ich dich auf deinem Weg begleiten darf!

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