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Viele Symptome. Kein Zufall. Zusammenhänge bei Fibromyalgie erkennen

  Schmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung. Reizdarmbeschwerden. Eine hohe Sensibilität gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen. Viele Menschen mit Fibromyalgie erleben diese Symptome als scheinbar unzusammenhängend. Genau das macht die Erkrankung so verunsichernd: Es fühlt sich an, als würde der Körper an ganz verschiedenen Stellen gleichzeitig „Probleme machen“ – ohne erkennbaren Zusammenhang. Hinzu kommt, dass im medizinischen Alltag oft wenig Zeit bleibt, diese Vielfalt wirklich zusammenzuführen. Symptome werden einzeln betrachtet, untersucht und behandelt. Doch der eigentliche Schlüssel liegt häufig im Zusammenspiel der Systeme . Fibromyalgie – mehr als eine Sammlung einzelner Beschwerden Aus meiner Sicht ist Fibromyalgie weniger eine Aneinanderreihung isolierter Symptome, sondern vor allem eine Störung der Regulation . Besonders betroffen ist dabei das vegetative Nervensystem – also jener Teil des Nervensystems, der unbewusst Abläufe wie Schlaf, Verdauung, Herzfrequenz, Stre...

Fibromyalgie und Reizdarm - eine enge Verbindung


 

Viele meiner Patient:innen mit Fibromyalgie berichten nicht nur über chronische Schmerzen, Müdigkeit oder Schlafprobleme – rund 80 % haben zusätzlich deutliche Reizdarmbeschwerden. Natürlich ist das längst keine Überraschung mehr: Wir wissen heute sehr gut, dass diese Symptome häufig zusammen auftreten und dass Verdauungsprobleme nicht „zufällig“ nebenher bestehen, sondern Teil des Krankheitsbildes sind.

Damit stellt sich ganz automatisch die Frage: Welche Rolle spielt dabei der Darm und vor allem das Darmmikrobiom?
In den letzten Jahren sind spannende Studien erschienen, die auf Zusammenhänge hinweisen:
- Bei vielen Menschen mit Fibromyalgie zeigt sich eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Bestimmte Bakterien, die an Entzündungsmodulation oder der Produktion kurzkettiger Fettsäuren beteiligt sind, kommen häufiger oder seltener vor.
- Auch der Stoffwechsel im Darm scheint verändert zu sein – etwa bei Metaboliten, die mit Schmerzempfinden und Erschöpfung in Zusammenhang stehen.
- Gleichzeitig gilt: Die Forschung ist jung. Vieles ist vielversprechend, aber noch nicht vollständig geklärt.

Was bedeutet das für die Praxis?
Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle – und ist einer meiner wichtigsten Ansatzpunkte in der Behandlung. Durch eine gezielte, individuell angepasste Ernährungsweise kann man das Darmmilieu positiv beeinflussen, Entzündungsprozesse modulieren und die Produktion gesundheitsfördernder Stoffwechselprodukte unterstützen. Ebenso wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen, die bei vielen Betroffenen nicht optimal ist.

Aber – und das ist mir besonders wichtig:
Es gibt nicht die eine „Fibromyalgie-Ernährung“. Was dem einen guttut, kann für die andere nicht passend sein. Deshalb braucht es immer eine individuelle Betrachtung: Lebensstil, Beschwerden, Mikronährstoffstatus, Begleiterkrankungen und persönliche Gewohnheiten müssen in einen stimmigen Plan einfließen.

Mein Ziel ist es, Betroffene darin zu unterstützen, ihren Körper besser zu verstehen und aktiv Einfluss auf ihre Gesundheit zu nehmen – Schritt für Schritt. Das funktioniert bei vielen meiner Patient:innen erstaunlich gut, braucht aber Zeit. Und je mehr wir über die Zusammenhänge zwischen Darm und Fibromyalgie lernen, desto gezielter können wir beraten und behandeln.
 

Wer darüber mehr erfahren möchte, ist in meiner wachsenden FibroCoach-Gemeinschaft gut aufgehoben:
Dort biete ich fundierte Informationen zu Fibromyalgie, Darm & Nervensystem und zeige dir, wie Ernährung, Verhalten und das Mikrobiom zusammenhängen.

 

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